Bitcoin Preis verfehlt Allzeithoch und korrigiert drastisch

Rückschlüsse aus der historischen Kursentwicklung

Bitcoin schwächelt kurz vor der Zielgerade

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Bruch des parabolischen Preisanstiegs von BTC und starke Korrektur in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag

Bitcoin schwächelt kurz vor der Zielgerade

“Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich”

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Preisentwicklung von BTC vom Allzeithoch im November 2013 bis zum Bruch des Hochs Anfang 2017

Auf dem Chart ist gut sichtbar, wie ein erster Versuch, das Allzeithoch zu durchbrechen, fehlschlägt und eine Preiskorrektur von 36,35% auf dem Brave New Coin Index nach sich zieht, die über einen Zeitraum von einer Woche stattfindet. Runter geht es dabei ähnlich schnell wie es zuvor herauf ging. Die Volatilität war extrem hoch, was zum einen den starken Emotionen im Markt geschuldet ist und zum anderen damit zusammenhängt, dass es in dieser Region des Charts noch kaum Preisniveaus gab, in denen viel Zeit verbracht oder viel Volumen gehandelt wurde (dies lässt sich deutlich an dem Volumenprofil auf der rechten Seite des Charts ablesen). Schon am ersten Tag der Korrektur verliert Bitcoin 23% an Wert. In einem zweiten Anlauf gelingt es dann, das Allzeithoch zu durchbrechen. Der Preis verbringt einige Zeit über der alten Höchstmarke, nur um dann abermals drastisch einzubrechen und über einen etwas ausgedehnteren Zeitraum von etwa zwei Wochen 32,57% zu fallen. Vermutlich stellte diese zweite Turbulenz Anleger noch härter auf die Probe als die erste, da sowohl mehr Zeit an und über dem ehemaligen Allzeithoch verbracht wurde (was zweifelsohne Optimismus schürte) und die folgende Korrektur ebenfalls länger andauerte. Schlussendlich fand der Preis jedoch einen höheren Tiefpunkt und bestätigte damit den andauernden Aufwärtstrend, der sich im Verlauf des Jahres 2017 zu einem aufsehenerregenden Bullenmarkt entwickelte.

Von vielen Seiten hörte man in den vergangen Wochen Gründe, warum “dieses Mal alles anders” sei. Da gebe es zum einen die enorme Nachfrage durch den erst kürzlich in die Kryptomärkte eingestiegenen Zahlungsdienstleister Paypal, der bis zu 75% der täglich gemineten Bitcoin Emission für seine Kunden aufkaufe und zudem noch den Appetit institutioneller Investoren, die händeringend nach einem Hedge für schwächelnde Fiat-Währungen suchten. Deshalb, so einige Stimmen, könne man von Bitcoin nicht mehr die gewohnte Volatilität erwarten. Als andauernde Katalysatoren für die kommenden Jahre werden diese Faktoren höchstwahrscheinlich eine wichtige Rolle spielen. Die zur verfügung stehenden Daten zeigen jedoch auch Parallelen zur Situation in den Jahren 2016–2017 auf: So befindet sich der Preis momentan wieder in einer Zone mit geringer Preishistorie und wenig historisch gehandeltem Volumen. Außerdem ging zum Beispiel auch damals der Bestand an Bitcoin auf den Börsen stetig zurück, während der Preis über mehrere Monate anstieg. Auch der “MVRV Z-Score”, ein Indikator, der Bitcoins beizulegenden Zeitwert misst, befand sich auf einem vergleichbaren Niveau:

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Vergleiche des Bitcoin-Bestands auf Börsen und des MVRV Z-Scores 2016 und heute

Ganz abgesehen von jüngsten Nachrichten und Ereignissen ist die Korrektur am Bitcoinmarkt also durchaus erwartbar gewesen und könnte sich sogar noch verschärfen. Für erfahrene Beobachter der Kryptomärkte würde das allerdings keinen Grund für allzu große Besorgnis liefern, solange der Trend sich auf der Makro-Ebene mit höheren Hoch- und Tiefpunkten fortsetzt.

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